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Ob man sich lieber auf Federkern oder Kaltschaum bettet, das ist nicht nur eine Frage der Überzeugung, sondern vor allem eine Frage des Komforts. Federkern in Matratzen, Schlafsofas und Sesseln behauptet schon seit langem seinen Stellenwert als hochwertige Polsterung. Er bietet einen festen und stabilen Sitz und schmiegt sich auch beim Liegen bestens an den Körper an.
Heute werden dabei die traditionell von handgedrehten Zylinderfederkerne häufig durch maschinell produzierte ersetzt. Diese werden stets mit einem Bandstahlrahmen verbunden. So erhalten die Spiralen genügend Stabilität, um den Körper beim Sitzen oder Liegen perfekt "abzufedern". Die einzelnen Federn werden unterschiedlich ihrer Stärke angeordnet. Weiche Federn geben eher nach als festere Federn. Sie sind daher im Sofa so angeordnet, dass sich ein optimales Sitzgefühl und bei Sofas mit Schlaffunktion zudem noch ein optimales Liegegefühl ergibt.
Wer es noch gemütlicher mag, der setzt auf den so genannten Taschenfederkern. Hier sind die einzelnen Zylinder der Federn in Säckchen aus Nessel eingefasst. Diese sind wiederum miteinander verbunden. So unterstützt der Taschenfederkern jede Liege- und Sitzposition optimal. Taschenfederkerne zeichnen sich besonders durch ihre lange Lebensdauer aus. Zudem sind sie für einen guten Luftaustausch und einen guten Feuchtigkeitsabfluss bekannt.
Dem Federkern steht die Polsterung aus Kaltschaum gegenüber. Der so genannte Kaltschaum ist chemisch gesehen ein Polyurethan und besteht aus den Grundstoffen Polyol und Isocyanat. Zwischen beiden Materialien kommt es auf Grund einer chemischen Reaktionen zur Schaumbildung. Dieser Schaum härtet bereits bei geringen Temperaturen aus. Daher wird dieser Schaum auch Kaltschaum genannt.
Im Gegensatz zum Federkern zeichnet sich Kaltschaum durch sein geringes Gewicht aus. Die Kaltschaummatratze gewährleistet einen hohen Sitz-, Liege- und auch Schlafkomfort und besitzt zudem eine ausgesprochen gute Anpassungsfähigkeit an den Körper. Daher wird Kaltschaum nicht nur in Matratzen, sondern auch bei Schlafsofas eingesetzt. Während es beim Federkern schon einmal zu Materialermüdungen und damit zu Kuhlenbildungen kommen kann, zeichnet sich der Kaltschaum vor allem durch seine Langlebigkeit aus. Kaltschaummatratzen behalten bis zu zehn Jahre ihre Form.
Bei einem Schlafsofa liegt und sitzt man dabei mit dem Härtegrad 2 genau richtig. Dieser mittlere Standard bietet beim Schlafen ein gutes Abfangen des Körpers und über Tag pure Gemütlichkeit.
Wie bei allen Produkten heißt es aber auch in Sachen Kaltschaum oder Federkern: Probieren geht über studieren. Das ist bei Matratzen natürlich nicht so einfach wie bei Sofas. Daher sollte man gerade bei Polstermöbeln diesen Vorteil nutzen und im Möbelhaus Probesitzen oder auf den Schlafsofas sogar liegen, denn mit dem individuellen Bauchgefühl trifft man doch meist die richtige Entscheidung.
Viele Schlafsofas und Schlafsessel setzen außerdem auf eine Kombination aus Federkern und Kaltschaum, da liegt und sitzt dann einfach jeder richtig.